Meditation - mehr als Atem und Om?!

Namasté,

 

schön, dass Du Dich für meinen Blog und für eine meiner Herzensangelegenheiten "Meditation" interessierst! Da der Blog jedoch frisch ist und ich noch ganz neu dabei bin, möchte ich mich erst einmal kurz vorstellen, damit Du weißt, mit wem Du es hier zu tun hast: Mein Name ist Nicole, ich bin 37 Jahre jung, 2fache Mama und damit offensichtlich nicht ausreichend ausgelastet ;-). Ich praktiziere seit beinahe 20 Jahren mehr oder weniger regelmäßig Yoga, habe aber beruflich gesehen einen "kleinen" Umweg über die Geologie genommen, bis mir bewußt wurde, dass ich aus vielerlei Gründen damit nicht wirklich glücklich werden kann. Nun habe ich mich vor gut 2 Jahren endlich getraut und mein Hobby zum Beruf gemacht, d.h. erstmal zur Ausbildung. Und jetzt endlich darf ich mein Glück teilen!

 

Während der Ausbildung wurde mir schnell klar, welch großen Teil die Meditation im Yoga eigentlich darstellt und wie wichtig mir persönlich der Kontakt mit mir selbst ist! Und ja, Meditation ist, wie die Überschrift schon vermuten läßt, mehr als Atem und Om! Am Anfang kannte ich auch nur das klassische "Konzentriere Dich auf Deinen Atem und versuche, Deine Gedanken ziehen zu lassen". Wenn das bei Dir auf Anhieb für mehr als ein paar Sekunden klappt, meinen herzlichen Glückwunsch (einschlafen gilt übrigens nicht)! Aber wahrscheinlich läuft das bei den meisten von Euch so ab wie bei mir am Anfang auch (und auch jetzt noch in turbulenten Zeiten): ich soll doch an nichts denken / was koche ich später bloß? / Mist, schon wieder gedacht / jetzt schläft auch noch der Fuß ein, super / wie lange muss ich noch so sitzen und nichts denken??? Alles in allem eher frustrierend, v.a. wenn man eher der hibbelige Dauerdenkertyp ist ;-). Was aber, wenn ich Dir sage, dass es ganz tolle Techniken gibt, mit denen man seinen flatterhaften Geist super beschäftigen und trotzdem ganz bei sich sein kann? Und nicht nur das, man kann auch an seinen hartnäckigen Glaubenssätzen arbeiten und sich somit langfristig Gutes tun! Versuche es doch mal mit der Eigenschaftsmeditation. Hierbei überlegst Du Dir in Phase 1, welche Eigenschaft Du gerne (stärker ausgeprägt) hättest, z.B. Mut, Geduld, Ausdauer, etc. Die ausgesuchte Eigenschaft beschreibst Du dann in Gedanken ganz sachlich und ausgiebig, so als müßtest Du sie jemandem erklären, der diese Eigenschaft gar nicht kennt. In Phase 2 überlegst Du Dir dann, wer oder was diese Eigenschaft am Besten verkörpert (ja, auch Comic-Helden und Nachbars Katze dürfen herangezogen werden, es ist schließlich Deine Meditation!), um nach einigen Minuten in Phase 3 über zu gehen: DU bist diese Person, dieses Lebewesen, was auch immer, genau in der Situation, in der Du diese Eigenschaft am Besten verwirklicht siehst. Stelle Dir die Situation ganz genau vor, versuche sie zu fühlen, zu riechen, zu schmecken und sage Dir z.B. "Ich bin stark wie..." oder "Ich bin geduldig wie...". Nach einigen Minuten beende Phase 3 und spüre nach.

 

Und falls jetzt noch Ausreden kommen wie "Ich kann so lange nicht sitzen", lass Dir folgendes gesagt sein: 1. der Lotos ist vielleicht der perfekte Meditationssitz, was die Energien anbelangt, aber westliche Knie sind da meist nicht so leicht von zu überzeugen und fühlen sich im Schneidersitz nun mal wohler, 2. das Wichtigste ist eine aufgerichtete Wirbelsäule und die hast Du im Zweifelsfall auch, wenn Du aufrecht auf einem Stuhl sitzt und 3. eingeschlafene Beine zwingen Dich zu einer kurzen Ruhepause nach der Meditation, also wenn das mal nicht auch positiv gesehen werden kann :-)!

Und über die positiven Wirkungen von regelmäßiger Meditation braucht man mittlerweile auch nicht mehr streiten; das Netz ist voll von wissenschaftlichen Studien zu dem Thema. Deshalb nichts wie ran, es lohnt sich!

 

Viel Erfolg!